Montag, 15. Mai 2017

[Rezension] Ava - Vera Kerick

"Wie klingt das Leben?"

Allgemeines


Autor: Vera Kerick
Titel: Ava
Genre: Contemporary
Seitenzahl: 186
Preis: Taschenbuch: 7,99€ E-Book: 2,49€
ISBN: 978-1477823873
Verlag: Tinte& Feder


Inhalt


Wie klingt das Leben? Seit Ava wieder hören kann, sprüht sie nur so vor Energie. Voller Lebensmut reist die Bibliothekarin in ihr Heimatdorf. Dort will sie ihre Jugendliebe Peter treffen und alten Gefühlen eine neue Chance geben. Und tatsächlich entfacht sich die Liebe erneut. Doch was ihr dann zu Ohren kommt, macht Ava fassungslos. Das gemeinsame Glück mit Peter scheint plötzlich unmöglich. Und was als Hoffnung auf ein neues Leben begann, wird zu einer Reise in die eigene Vergangenheit - voller Liebe, Tragik und der Erkenntnis, dass die Wirklichkeit anders ist als sie scheint. Avas Aufbruch in ihre Heimat ist eine tiefgründige Geschichte, die Avas und Peters Leben kunstvoll miteinander verknüpft. Ein Roman, der mit der Stimme der Liebe erzählt - von persönlichen Karrieren, tragischen Schicksalsschlägen und der sehnsuchtsvollen Suche nach dem richtigen Platz in der Welt.


Meine Meinung

Ich habe dieses Buch bei einer Leserunde auf LovelyBooks gewonnen. Ein paar Tage später lag es, mit persönlicher Widmung der Autorin, in meinem Postkasten. Ich bin leider nicht gleich dazu gekommen es zu lesen. Aber als auch ich die Zeit dazu hatte, konnte ich das Buch nicht in einem Rutsch durchlesen, trotz der geringen Seitenzahl. Zum einen habe ich nebenbei noch ein anderes Buch gelesen, zum Anderen hat mir bei "Ava" einfach das gewisse Etwas gefehlt.

Die Protagonistin trägt, wie der Titel schon verrät, den Namen "Ava". Ihr genaues Alter erfährt man nicht, aber es lässt sich vermuten, dass sie zu Beginn des Buches Anfang 30 ist. Die Geschichte beginnt damit, dass Ava die Leitung der Universitätsbibliothek angeboten wird. Es werden immer wieder kleine Rückblenden mit eingebaut, wodurch man nach und nach mehr über Avas Vergangenheit erfährt. Mit 8 Jahren verlor sie, durch eine unaufhaltsame Krankheit, vollständig ihr Gehör. Woraufhin sie in ein Internat, für behinderte Kinder kommt. Dort lernt sie auch ihre beste Freundin Helen kennen. Helen ist eine extrovertierte Frohnatur, die sich von ihrer körperlichen Einschränkung niemals unterkriegen lässt. Sie wächst einem sofort ans Herz. Mit 15 reisen die Beiden gemeinsam in Avas Heimatdorf. Dort lernt Ava auch Peter kennen und verliebt sich in ihn. Die Beziehung hält nicht all zulange, da Ava wieder ins Internat zurückkehren muss, aber Peter geht ihr nicht mehr aus dem Kopf. Mit 18 darf sie sich endlich einer Operation unterziehen, mit die sie eventuell ihr Gehör widererlangen kann. Und die Operation ist erfolgreich! Ava kann nun wieder hören, schöpft neue Energie und lernt das Leben völlig neu kennen. Einige Jahre später, fasst sie den Entschluss, dass sie Peter noch einmal sehen möchte, um vollkommen mit ihm abzuschließen. Ihre beste Freundin Helen kann dies zwar nicht nachvollziehen, unterstützt sie jedoch in ihrem Vorhaben.
Wieder in ihrem Heimatdorf, in dem natürlich niemand weiß, dass Ava wieder hören kann, erfährt sie etwas, dass alles verändert. Zwei Kassiererinnen unterhalten sich offen über Ava, mit der Annahme, diese könne sie nicht hören. Ava jedoch versteht jedes Wort. Sogleich konfrontiert sie ihre Mutter mit der neuen Erkenntnis und reist bald wieder ab. Als sie sich mit Peter trifft, flammen ihre Gefühle erneut auf. Eine romantische Beziehung ist jedoch unmöglich. Ava erfährt immer mehr über ihre Vergangenheit und findet bald heraus, dass nichts so ist wie es scheint. Das Leben erwartet sie mit zahlreichen unerwarteten Wendungen.

Trotz oder gerade wegen der geringen Seitenzahl, lässt das Buch an Spannung nichts zu wünschen übrig. Es gibt etliche Wendungen, die den Leser überrumpeln. Ava ist eine sympathische Protagonistin, deren Handlungen jedoch nicht immer komplett nachvollziehbar sind. Sie wächst einem ans Herz und man wünscht ihr, dass die vielen Schicksalsschläge irgendwann nachlassen und sie einfach nur ihr Glück findet. Ava ist eher ein introvertierter Mensch, der im Laufe der Geschichte immer mehr aus seinem Schneckenhaus herauskommt. Wenn sie mal wieder ein emotionales Tief erlebt, ist ihre beste Freundin Helen zur Stelle und holt sie wieder aus ihrem Loch heraus. Helen ist ein sehr authentischen und fröhlicher Charakter, der einem vom ersten Moment an in Erinnerung bleibt. Die beiden Freundinnen trennt eine lange Distanz, die sie mit tiefer Verbundenheit überwinden. Durch Helen macht Ava viele Dinge, die sie eigentlich nicht tun würde und lernt neue Menschen kennen. Die Beziehung zwischen Ava und Peter ist zwar sehr echt und gefühlvoll, hat mich aber nicht voll und ganz mitgerissen.
Alles in allem ist "Ava" ein gelungenes Debüt, dass ich jedem empfehlen kann, der sich vor vielen Seiten scheut, aber trotzdem eine geballte Ladung Spannung und Familiengeschichte abbekommen will.

Bewertung


Das Buch und seine Charakter haben mir gefallen und durch die überraschenden Wendungen, wurde auch immer wieder Spannung erzeugt. Die Idee der Geschichte ist an sich sehr gut, mir fehlte allerdings das gewisse Etwas, um mich komplett mitzureißen. Deshalb gebe ich dem Buch 4 von 5 Sternen.


Kommentare:

  1. Tolle Rezension! Jetzt freue ich mich noch viel mehr das Buch selbst bald zu lesen *-*
    LG Josi / Tintentraumwelt

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